Im Etinger Ortswappen ist die Windmühle zu sehen. Es ist eine Bockwindmühle, wie sie hauptsächlich in Mittel- und Ostdeutschland zu finden ist. Neben den Bockwindmühlen sind die holländischen Turmwindmühlen am bekanntesten. Bei der Bockwindmühle ist das ganze hölzerne Mühlhaus drehbar auf einem Bock gelagert. Um seine senkrechte Achse kann die Mühle an einem herausragenden Drehbaum in Windrichtung gedreht werden. Dann wird der Drehbaum an einem Gerüst befestigt. Angetrieben wird das Mühlwerk von Jalousieflügel mit einer Spannweite von 18 m.

In Zillbeck wurde die Mühle 1843 gebaut, später nach Etingen umgesetzt. Bis 1960 war die Mühle in Betrieb, wenn auch zum Ende mit Elektroantrieb.

"Bockwindmühle ist Etingens Wahrzeichen", unter diesem Titel erschien am 3.4.2020 ein Artikel in der "Volksstimme" von Anett Roisch. Der Artikel erläutert die kulturhistorische Bedeutung der Mühle, macht aber auch deutlich, wie groß die Gefahr des Zerfalls geworden ist. Schön wäre es, wenn es zur Gründung eines Mühlenvereins käme zur Lösung der Eigentums- und Grundstücksfragen und zur Schaffung finanzieller Grundlagen durch Fördermittel und Spenden. Beratend stehen sicher auch der "Arbeitskreis Mühlen Sachsen-Anhalt" und die"Deutsche Gesellschafft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung" zur Seite.